Rückenschmerzen Ursachen

Was macht Rückenschmerzen aus?

Heutzutage kennt wohl fast jeder das Gefühl von Rückenschmerzen. Kein Wunder, denn sie sind im deutschsprachigen Raum die Volkskrankheit Nummer 1. Meistens treten sie im Bereich der Lendenwirbelsäule auf, die sogenannten Kreuzschmerzen. Aber auch im Brustwirbelbereich oder Hals in Form von Nackenschmerzen sind sie keine Seltenheit.

Das Schmerzempfinden ist dabei bei jedem etwas unterschiedlich. Bei manchen ist es ein Stechen, bei anderen eher ein Drücken oder Ziehen. In manchen Fällen können die Schmerzen auch in andere Bereiche ausstrahlen, wie es besonders bei den Ischiasbeschwerden bekannt ist.

Spezifische und unspezifische Rückenschmerzen sind die beiden gängigen Kategorien, bei denen man unterscheiden muss. Wenn die Beschwerden durch einen Unfall oder Einwirkung von außen ausgelöst wurden, handelt es sich um spezifische Rückenschmerzen. Bei Rückenschmerzen, deren Ursache nicht auf derartiges zurückzuführen ist, spricht man von unspezifischen Rückenschmerzen. Diese machen mit über 80% die Mehrheit aus. Hier soll es daher ausschließlich um die unspezifischen Beschwerden gehen.

Rückenschmerzen sind nichts Schönes und wir wollen sie so schnell wie möglich beseitigen. Das Gute ist unser Körper will das auch. Er ist danach bestrebt perfekt zu funktionieren und dadurch der optimale Wegweiser, um unsere Beschwerden nachhaltig zu behandeln.

Schmerz ist nichts Böses

Entscheidend ist, dass der Schmerz zunächst nichts weiter ist als eine natürliche Reaktion unseres Körpers. Wenn ein System nicht richtig funktioniert oder ihm von außen Schaden zugefügt wird, werden über Schmerzrezeptoren Signale an das Gehirn geleitet, welches den Vorgang dort als Schmerz interpretiert. Das löst letztendlich erst das Schmerzgefühl aus.

Schmerz ist also weder gut noch schlecht, sondern als Warnsignal zu verstehen. Wie wir mit diesem Signal umgehen, liegt an uns. In der Regel treten Schmerzen dort auf, wo sie erzeugt wurden, doch gerade bei Rückenschmerzen liegen Problemstelle und Schmerzstelle auch gerne auseinander. Denn im Gesamtkonstrukt Körper durchlaufen die Signale erst mehrere Passagen, bis sie im Gehirn ankommen. So liegen Ursache und Wirkung manchmal auseinander. Zum Beispiel kann mein Becken eine Fehlstellung haben, die dort nicht schmerzt, aber meine Lendenwirbel so stark beeinflusst, dass dort starke Schmerzen entstehen.

Rückenschmerzen sind ,,Normal"?

Rückenschmerzen sind verantwortlich für die meisten aller Krankschreibungen und Arzttermine in Deutschland. So viele Menschen leiden mittlerweile unter Rückenschmerzen, dass diese bereits als ,,normal“ eingestuft werden.

Man unterhält sich darüber und realisiert, dass viele andere auch Beschwerden haben, also scheint es normal zu sein. Doch nur weil etwas von der Allgemeinheit vorgelebt wird, heißt das noch nicht, dass es etwas Natürliches ist.

Normal ist immer das, was wir in unserer aktuellen Zeit und Horizont sehen und als akzeptiert verstehen. Etwas, was normal ist, ist jedoch noch lange nicht natürlich und erst recht nicht gesund.

Das man Atmen muss, um zu überleben oder dass man zur Toilette muss, sind Dinge, die man als ,,normal“ bezeichnen kann. Doch Rückenschmerzen, sollte jeder Fachmann ganz klar versichern, sind alles andere als normal.

Erster Fehler: Verantwortung abgeben

Wir Menschen schieben gerne die Schuld von uns weg, allerdings funktioniert Gesundheit so nicht. In der Regel sind Schmerzen im Rücken die logische Konsequenz unseres eigenen Lebensstils. Dies zu verstehen und zu akzeptieren ist der wichtigste Schritt, da wir sonst immer wieder dazu neigen die Verantwortung abzugeben.

Was passiert als erstes, wenn wir Schmerzen haben und uns der Rücken wehtut?

Nachdem wir vielleicht ein paar Tage abgewartet und geschont haben, kommt der Moment, an dem wir den Arzt unseres Vertrauens aufsuchen. Wir geben an dieser Stelle die Verantwortung für unsere Beschwerden ab und hoffen, dass sie von jemand anderem gelöst werden. Auch beim Therapeuten oder mit Medikamenten passiert gleiches. Dies ist im ersten Moment nicht schlimm, würden wir danach mit geeigneten Methoden arbeiten und gegen unser Problem vorgehen.

Das passiert in der Regel leider nicht.

Selbstverständlich ist es heute mittlerweile ein gängiges Prinzip bei Beschwerden zum Arzt zu gehen, doch sollte man sich erst einmal selbst überlegen, welches Verhalten oder nicht Verhalten zu Beschwerden geführt haben könnte. Wir betreiben meist nur einen minimalen Aufwand, indem wir hoffen, dass der Arzt uns etwas gibt, das uns weiterhilft. Dabei wäre es leichter die Ursachen zu verstehen und selbst dagegen vorzugehen.

Beliebte Aussagen, um sich in die Opferposition zu begeben:

  • ich bin schon zu alt
  • das hatte mein Vater/Mutter auch
  • das ist ,,normal“
  • ich habe nichts getan
  • das geht alles von alleine weg

Du musst die Verantwortung für deinen Körper übernehmen. Sei dir im klaren, dass du die Beschwerden selbst am besten lösen kannst. Ursachen der Rückenschmerzen befinden sich in unserem Verhalten und nirgends sonst. Ich möchte dir mit an die Hand geben, was die tatsächlichen Ursachen von Rückenschmerzen sind, damit du diese lernst selbst zu beheben.

Schmerzen vertauschen Ursache und Wirkung

Wir haben bereits erkannt, dass der Schmerz das Warnsignal ist. Er stellt nicht die Ursache dar. Daher ist es auch nicht sinnhaft, nur den Schmerz zu bekämpfen.

Jeglicher Schmerz gibt uns erst mal den Hinweis, dass wir eine Problematik haben, die gelöst werden muss. Diesen Schmerz zu unterdrücken oder loszuwerden hieße sich zu verschließen und die wahren Ursachen zu umgehen, bis nochmals schneller oder stärker Schmerzen auftreten.

Nehmen wir an du würdest Schmerzen am Fuß haben, weil ein Stein im Schuh ist und du darauf rumläufst. Es ergibt keinen Sinn darüber hinwegzusehen oder eine Schmerztablette zu nehmen, denn das Problem wird sich verschlimmern, bis es behoben wird. Dieses einfache Beispiel ist für jeden nur logisch, allerdings wird es schwieriger an Stellen, wo wir weniger informiert sind.

Was beim Steinchen im Schuh funktioniert, machen Tausende Menschen banalerweise jeden Tag mit Ihrem Rücken eben nicht. Dort bleibt der Stein, wo er ist, ohne das überhaupt danach gesucht wird.

Doch eigentlich ist es auch bei Rückenschmerzen relativ einfach. Man möchte die Ursache behandeln, das ist logisch. Genauso ist jedem klar, dass

  • keine Schmerzmitteleinnahme nicht zu Rückenschmerzen geführt hat
  • keine Wärmepolster Benutzung nicht zu Rückenschmerzen geführt hat
  • keine Physiotherapie nicht zu Rückenschmerzen geführt hat

und diese Maßnahme somit auch keine langfristigen Lösungen darstellen, da sie nicht an der Ursache ansetzen. Die Lösungssuche der allgemeinen Schulmedizin beginnt für gewöhnlich beim Symptom… und endet dort auch oft:

Ursache

Verspannungen, Disbalancen, Arthrose etc.

Schmerzen

Lösungssuche

Bei der Lösungssuche bekommt man selten eine Therapie, die bis zur Ursache vorgeht. Meist wird der direkte Schmerzverursacher gesehen oder noch wahnsinniger: nur der Schmerz selbst behandelt.

Folgen nicht Ursachen:

  • Verspannungen
  • Verrenkungen
  • Hexenschuss
  • Bandscheibenvorfall
  • Eingeklemmte Nerven

Bekämpfst du hierbei die Beschwerden oder die Schmerzen, die sie auslösen, kommst du nur kurzfristig zu Schmerzfreiheit und langfristig zu den gleichen Problemen. Deswegen müssen viele leider immer wieder wegen derselben Beschwerden zum Arzt oder Therapeuten gehen.

Konventionelle Therapien

Eine Vielzahl an konservativen und chirurgischen Behandlungsmethoden fassen wir hier zusammen als konventionelle Therapien. Bei diesen ist die Behandlung meist auf die Beschwerden nicht auf den Patienten ausgerichtet. Dadurch behandeln sie die Symptome, um damit schnelle aber, dafür kurzfristige Lösung zu erbringen. Dies erkennt man daran, dass diese Maßnahmen nie präventiv eingesetzt werden. Dabei haben die Maßnahmen an geeigneter Stelle Ihren Wert und Sinn aber bei den Rückenschmerzen eben nicht.

Konventionelle Ansätze die, nicht auf die Ursache abzielen, können für den Patienten in einem Teufelskreis münden! Dieser kann über mehrere Tage aber auch bis zu mehreren Jahren standhalten. Wie der aussieht und welchen Zweck gängige Therapien eigentlich haben, erfährst du hier.

Elemente ,,konventioneller" Therapien

Deine Möglichkeiten

Mittel des Arztes

Wo die wahren Ursachen von Rückenschmerzen liegen

Was braucht unser Rücken wirklich?

Was unser Rücken benötigt, um gesund und schmerzfrei zu sein, wird von den Funktionen der Wirbelsäule durch Kochen, Bändern, Sehnen und Muskeln bestimmt. Diese zu definieren funktioniert über die Anatomie.

Unsere Wirbelsäule setzt sich aus Hals, Brust und Lendenwirbel zusammen. Weiter unten folgen noch Darmbein und Steißbein, welche allerdings nicht oder nur äußerst wenig beweglich sind. Hals, Brust und Lendenwirbel unterscheiden sich in Ihrem Verhältnis zwischen Größe, Beweglichkeit und Stabilität. Die doppel S-Form der Wirbelsäule schafft Flexibilität und ermöglicht es Lasten besser abzufedern.

Bandscheiben liegen zwischen den Wirbelkörpern und dienen als druckelastische Polster. Die Wirbelsäule wird durchzogen von Nervenbahnen, Bändern und Muskeln, um Bewegungen zu ermöglichen und zu steuern sowie Stabilität zu gewährleisten.

Rückenschmerzen ursachen

Funktionen der Wirbelsäule

Die zentralen Bewegungen, die unsere Wirbelsäule unserem Rücken ermöglicht und so Gesundheit garantieren

Extension

Die Wirbelsäule ist fähig sich zur Körperrückseite zu neigen. In der Lendenwirbelsäule sieht man es bereits.

Flexion

Auch nach vorne können sich sämtliche Wirbel bewegen. Vor allem in der Brustwirbelsäule ist dafür viel Spielraum vorhanden.

Rotation

Rotationsbewegungen werden wohl am meisten vernachlässigt. Sämtliche Wirbelkörper haben die Fähigkeit in ihrer Achse gedreht zu werden. Am meisten in der Halswirbelsäule und weniger in den Lendenwirbeln.

Seitneigung

Auch das Neigen zur Seite bietet viel Bewegungsspielraum wird aber selten genutzt.

Man kann sagen, dass wir unseren Rücken in einen Alltag stecken müssen, für den er mit seinen Strukturen und evolutionär nicht geschaffen ist. Dafür kann keiner etwas für, aber du musst eben damit umgehen.

Mobilitätsproblem als Hauptursache von Rückenschmerzen

Über 80% aller Rückenschmerzen sind unspezifisch. Bedeutet sie unterliegen keiner klaren Ursache. Dennoch sind die Schmerzen vorhanden, also woher kommen sie?
Es handelt sich um ein Mobilitätsproblem. Was bedeutet das?

Mobilität ist die Bewegungsfähigkeit von Körperteilen. Ein Problem haben wir hauptsächlich durch verminderten Nutzen unserer Bewegungsfähigkeit.

Unser Lebensstil gibt es nicht anders her. Unser tägliches Bewegen entspricht nicht dem, was unser Rücken benötigt, um schmerzfrei zu funktionieren. Meist zeichnet sich der Alltag durch viel Sitzen, wenig Bewegung und vor allem kein Nutzen der Funktionen des Rückens aus.

Wird die Bewegungsfähigkeit des Rückens nicht angemessen ausgenutzt, sorgt das unweigerlich dazu, dass die Strukturen verspannen und vermehrt abnutzen. Auch wenn du Sport treibst, ändert dies selten etwas am Problem im Rücken. Manchmal kann zusätzliche Belastung die Spannungen noch erhöhen.

Vergleicht man den heutigen Zustand mit dem, was der Menschen für einen Lebensstil über 200.000 Jahre lang hatte. Als Jäger und Sammler gab es keine Transportmittel, keine Technologien und keine Stühle. Der Alltag war geprägt von natürlichen Bewegungen und bot keine Gelegenheit für langes Sitzen. Es gab weniger Chancen für einen Rücken Schmerzen zu bereiten. Rein biologisch sind wir noch heute darauf ausgelegt. Und dies wird sich auch in den nächsten hundert Jahren nicht ändern.

Wir leben meist einen bewegungsarmen Alltag und sitzen teilweise bis zu 14 Stunden. Stehen, Gehen und Laufen sind nicht viel Bewegungsreicher und ein paar Stunden Sport pro Woche liefern selten den nötigen Ausgleich.

Die winzigen Muskeln und Fasziengewebe zwischen unseren Wirbelkörpern sind es, die uns viel Bewegungsspielraum geben und gleichzeitig auch Beschwerden bereiten, weil sie nicht genutzt werden. Genauso sind Muskeln entscheidend, die an der Wirbelsäule ansetzten, so zum Beispiel die Hüftbeuger, welche beim ständigen sitzen ,,verkürzen“.

Die häufigsten Schmerzverursacher:

Rückenschmerzen Mobilitätsproblem
  • Verklebte Faszien
  • Verspannte Muskeln
  • Eingeklemmte Nerven
  • Verrenkungen
  • Bandscheibenvorfall
Weil,
  • Rückenmuskeln, Faszien, Bänder, Knochen sind auf mobilisierende Bewegungen angewiesen
  • Bandscheiben brauchen Druckbelastung, um versorgt zu werden
  • Nervenbahnen benötigen Bewegung
  • Blut, Sauerstoff und Nährstoffversorgung funktioniert durch Bewegung

Unser Körper ist eigentlich sehr effizient, denn er passt sich immer so weit er kann an die Anforderungen, die man ihm stellt an, um möglichst ökonomisch zu funktionieren. Doch diese Anpassungsfähigkeit kann auch in eine negative Richtung stattfinden, wenn wir unseren Rücken nicht angemessen nutzen, verlieren wir nach und nach die Fähigkeit dafür.

Der Vergleich von Rücken und Ellenbogen beweist dies sehr gut, denn viele Menschen haben Rückenschmerzen, doch weitaus weniger Ellenbogenschmerzen. Warum? Ganz einfach. Der Ellenbogen wird noch häufig angemessen genutzt, während der Rücken verkümmert.

Auch an älteren Menschen sieht man das sehr gut, denn diese haben häufiger Beschwerden, weil sie die notwendigen Funktionen weniger ausnutzen. Genauso zeigt sich dies anhand immer mehr junger Menschen, die schon früh von Rückenproblemen betroffen sind, weil heutzutage immer früher begonnen wird, den Körper nicht mehr angemessen einzusetzen. Daran sind wir selbst nicht einmal Schuld, sondern eine Gesellschaft die ,,modern“ ist und uns weitestgehend von natürlichen Bewegungen fernhält. Mehr zu unserem ,,modernen“ Lebensstil hier.

Man kann sich die Auswirkungen des Lebensstils auf Rückenschmerzen abstrakt am Beispiel eines Autos vorstellen.

Der Motor stellt in diesem Beispiel die Wirbelsäule des Autos dar.

Bei einem Gebrauchsgegenständ wie einem Auto versteht jeder, dass Pflege dazu beiträgt, dass es länger fährt.

Dabei blenden wir aus, dass es sich bei unserem Rücken, der aus Muskel, Kochen und andern Strukturen besteht, leider ebenso um ein Gebrauchstück handelt, welches ohne Pflege Schaden nimmt und uns Schmerzen bereitet.

Dieses Sprichwort gilt für jeden Bereich des Körpers, so auch für Schmerz- und Beschwerdefreiheit.

Use it or loose it

Wenn wir die Bewegungsfähigkeit unseres Rückens nicht regelmäßig durch natürliche Bewegungen ausnutzen, verliert unser Körper die Fähigkeit dazu. Schmerzen signalisieren, dass der Rücken wieder richtig eingesetzt werden soll.

Unsere Wirbelsäule und Rückenmuskulatur lebt davon natürlich eingesetzt zu werden. Wenn grundlegende Bewegungen wie: Rotation, Beugen, Strecken und Seitneigen nicht genügend stattfinden → verkrampfen die Muskeln, verkleben die Faszien und Knorpel, Knochen und Bänder schwächen ab.

Mobilitätsproblem auch beim Sportler

In einigen Fällen ist es so, dass Menschen sich viel Bewegen, Sport machen und trotzdem Rückenschmerzen haben. Dabei muss man verstehen, dass das Bewegen allein nicht der zentrale Faktor ist. Wichtig ist vor allem das Wie?

Sportler können Rückenschmerzen haben, weil sie auf eine Sportart mit genauen Bewegungsmustern trainiert sind. Der Körper passt sich dem an. Gerade bei einseitigen Sportarten führt dies zu einem Ungleichgewicht zwischen Kraft und Beweglichkeit verschiedener Muskeln. Sportarten werden des Vergnügens wegen, nicht im gesundheitlichen Sinne erfunden. Somit ist auch dort ein Mobilitätsproblem im Spiel.

Zusätzliche Faktoren für Rückenschmerzen

Bewegungstechnik

Rückeschmerzen Bewegungstechnik

Auch technische Probleme bei Bewegungen können zu starken Belastungen führen und so Rückenschmerzen begünstigen. Wenn du Rückenschmerzen nach körperlicher Aktivität hast spielt das eine große Rolle. Denn bei Bewegungen, vor allem unter Last, ist es wichtig eine gute Technik zu haben.

Meist hängen falsche Bewegungsmuster ebenso mit Mobilitätsproblemen zusammen und können dort behoben werden. Andernfalls können sie auch schlicht flasch erlernt worden sein.

Selbst simple Alltagstätigkeiten wie das Heben von Wasserkisten, Tragen der Einkäufe oder sogar Sitzen und Gehen sind von unserem Körper perfekt vorgegeben. Ist unsere Bewegungstechnik nicht korrekt, kann das zu unnatürlichen Belastungen führen.

Fehlhaltungen

Rückenschmerzen Fehlhaltungen

Fehlhaltungen sind heutzutage keine Seltenheit mehr und treten in unterschiedlichsten Formen auf. Im Rücken sind der Rundrücken und das Hohlkreuz wohl die bekanntesten.

Wichtig zu beachten ist, dass sämtliche Fehlhaltungen behoben oder zumindest im schmerzfreien Bereich gehalten werden können. In den seltensten Fällen sind Fehlhaltungen angeboren, denn häufiger eignen sich Betroffene die Haltung nur bereits sehr früh an.

Eine Fehlhaltung zeichnet sich dadurch aus, dass der Körper nicht mehr nach seinen anatomischen Vorgaben ausgerichtet ist. Dies geschieht ebenfalls durch Mobilitätsprobleme, die durch unser tägliches Bewegungsverhalten entstehen. Muskulatur und Gewebe ist dabei unterschiedlich kräftig oder beweglich und schafft so ein Ungleichgewicht, welches man als Disbalancen bezeichnet. Mehr über Muskulären Disbalancen hier.

Fitness

Schmerzursache Fitness

Ein untrainierter Körper verursacht nicht zwingend Rückenschmerzen. Kraft und Ausdauerreize sind dennoch wichtig für unseren Rücken. Leistungsfähige Muskeln, Knochen und Faszien sind weniger anfällig für Beschwerden und können besser mit Belastungen umgehen.

Die Effekte von Training können vermutlich auf die Bewegung an sich im Vergleich zum gar nicht bewegen zurückgeführt werden. Doch da ist sich die Wissenschaft noch nicht einig.

Daher lässt sich nur sagen, dass wenig oder gar kein Training das Risiko für Rückenschmerzen erhöht und somit ein Faktor ist, der auch berücksichtigt werden sollte.

Natürliches Laufen

Rückenschmerzen Natürlich Laufen

Der Mensch ist nicht dafür geschaffen in Schuhen zu laufen! Zwar sind Schuhe eine tolle Sache, um modisch durch die Welt zu stolzieren, aber für unsere Füße sind sie ein Fluch.

Ein Fuß leidet auf vielen Ebenen unter dem Tragen von Schuhen. Er wird zum einen eingeengt und muss seine Form anpassen. Dabei verlieren sie jegliches Bewegungsgefühl, weil die Muskulatur nicht richtig arbeiten kann.

Zusätzlich verändert sich der Geh- und Laufstil mit Schuhen so, dass wir weniger mithilfe unserer Muskeln arbeiten können und mehr über die Gelenke laufen.

Was das jetzt mit Rückenschmerzen zu tun hat?

So einiges, denn die Füße sind das Fundament unseres Körpers. Alle Strukturen bauen auf ihnen auf. Sind die Füße nicht richtig positioniert, dann ändert sich die Position der Knie, Hüfte und eben auch der Wirbelsäule. Das kann unsere Rückenbeschwerden verursachen oder verstärken.

Kofaktoren/ Sonderfälle

Rückenschmerzen durch Übergewicht

Auch wenn Therapeuten und Ärzte oft Übergewicht, Genetik oder Stress als Verursacher von Rückenschmerzen aufführen, sind diese bewiesenerweise nie die eigentlichen Ursachen.

Übergewicht führt zu erhöhter Last, allerdings können Muskulatur und Gelenke weitaus mehr ertragen als einige dutzend Kilo mehr. Beim Laufen entsteht beispielsweise  je nach Tempo bereits die 9-fache Last des Körpergewicht.

Übergewicht wirkt als zusätzlicher Faktor, der eine falsche Technik, Fehlhaltung oder Mobilitätsproblem noch schlimmer wirken lässt. Der Abbau von Übergewicht ist hilfreich und notwendig, aber nicht die einzige erforderliche Maßnahme.

Eine genetische Veranlagung für Rückenschmerzen gibt es nicht. Es mag genetisch veranlagte Fehlhaltungen geben, die Rückenschmerzen begünstigen. Diese machen aber weniger als 1% der Fehlhaltungen aus. Und auch bei Genetischen Veranlagungen kann entgegengewirkt oder sogar ganz geholfen werden.

Stress ist ein Indikator der Schmerzen oft fokussiert und beeinflusst aber Stress selbst führt nicht zu Rückenschmerzen. Stress kann unsere Spannugszustände erhöhen und so Fehlhaltungen oder Mobilitätprobleme noch begünstigen, aber er löst nur in Extremfällen langfristige Rückenschmerzen aus.

Fazit

Unsere Wirbelsäule ist zu sehr viel fähig, was unser Lebensstil einfach nicht bietet. Mangelnde, falsche und einseitige Bewegungen liefern ständige Lasten und Unterforderung, die sie so nicht verkraften kann. Daher sind Rückenschmerzen vorprogrammiert. Sie sind nur ein Warnsignal für das Verhalten, das der Rücken gerade erleiden muss. Genauso leiden auch viele Sportler an Rückenschmerzen, da viele Sportarten sehr einseitig sind und kein nötiger Ausgleich stattfindet. Vor allem aber häufiges Sitzen strapaziert den Rücken enorm ohne, dass wir es sofort bemerken.

Wir erleiden durch diesen Lebensstil einen Mangel an Mobilisierenden Bewegungen. Die Folgen davon werden zu Verursachern der Rückenschmerzen. Ebenso können technische Bewegungsfehler, Fehlhaltungen, mangelnde Fitness und ein falsches Schuhwerk Rückenschmerzen begünstigen. Kofaktoren wie Übergewicht, Genetik und Stress können Rückenschmerzen nicht erzeugen, aber durchaus verstärken.

Die wenigsten Menschen haben Zeit dafür sich den ganzen Tag mit Ihrem Körper zu beschäftigen und ebenso wenig Lust dazu. Deshalb muss ein Ausgleich geschaffen werden. 

Im Rahmen natürlichen Bewegens können wir viel bewirken um Schmerzen loszuwerden und Ursachen zu beheben. Dafür müssen wir keinen großen Aufwand betreiben, sondern lediglich die Verantwortung übernehmen und die Ursachen angehen. Wie das funktioniert und was du genau wie umsetzen musst, zeige ich dir natürlich auch↓